Evangelische Kirchengemeinde Billigheim - Sulzbach

Corona Virus Aktuelle Lage 07.04.2020

Aktuelle Lage in unserer Kirchengemeinde wegen Ausbreitung des Corona Virus!


Liebe Gemeindeglieder und Freunde,


aus Vernunftgründen und wegen des hohen Ausbreitungspotenzials des Virus sind bis auf Weiteres alle Zusammenkünfte unserer Gruppen und Kreise abgesagt. 
Ebenfalls eingestellt sind bis auf Weiteres die Gottesdienste.
Im Moment ist das Stichdatum für eine generelle Untersagung aller gemeindlichen Zusammenkünfte der 15. Juni 2020. Das kann sich aber noch ändern.

Aktuelles:

Die Beerdigungen werden weiter durchgeführt, auch wenn uns hier die aktuellen staatlichen Verordnungen oder Regelungen des Landes vor gewisse Schwierigkeiten stellen. Mittlerweile dürfen Beerdigungen nur noch im Freien stattfinden. Hinsichtlich der Personenzahl hat sich noch einmal eine Änderung ergeben:

Bei den Verwandten, zum Verstorbenen in gerader Linie stehenden Personen, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander lebende Personen sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen und Partnern, gibt es keine Personenbegrenzung mehr.

Der Geistliche ist auf den teilnehmenden Personenkreis nicht anzurechnen. Bestatter und weitere Helfer sind ebenso nicht anzurechnen, wenn sie mit der Trauergemeinde nicht in Kontakt stehen. Die Zahl anderer Personen (Geschwister!) ist in jedem Fall auf fünf begrenzt.

Unabhängig von dieser Vorgabe wird von der Landesregierung darum gebeten, die Zahl der Teilnehmenden möglichst gering zu halten oder Urnenbeisetzungen nach Möglichkeit zu verschieben.

Besuche unseres Pfarrers sind wegen des Verbreitungsrisikos und den vorhandenen Risikozielgruppen weiterhin auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Die Jubilare werden entweder angerufen oder bekommen eine Grußkarte mit einem entsprechenden Hinweis über die momentanen Kontaktmöglichkeiten.

Unser Pfarrer versucht, mindestens mit den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern in telefonischem Kontakt zu bleiben. Bitte rufen Sie an, wenn Sie Gesprächsbedarf haben!
 
Bis auf Weiteres läuten die Glocken jeweils um 10.00 Uhr für zehn Minuten an unseren Kirchen und laden zum Gebet ein. Die Seelsorgeeinheit Billigheim-Neudenau-Schefflenz hat sich dem angeschlossen.

Unser Pfarrer ist nach wie vor telefonisch oder per Mail erreichbar, das Pfarramt muss jedoch wegen dem potenziellen Ansteckungsrisiko für den öffentlichen Zugangsverkehr geschlossen bleiben.

Unsere Israel-Reise an Pfingsten ist um ein Jahr verschoben worden. Die Teilnehmer wurden informiert. Wir planen eine nochmalige Ausschreibung im kommenden Herbst um dann mit zwei eigenständigen Gruppen / Bussen vor Ort mit zwei Reiseführern und Betreuungspersonen das Heilige Land zu erkunden.

Besondere Aktionen:

- Abendmahl in der gottesdienstlosen Zeit:

Nach evangelischen Glaubens- und Theologieverständnis ist die Feier des Abendmahls nicht ausschließlich nur an eine ordinierte oder berufene Person gefunden. Schon der Apostel Paulus und Martin Luther betonten, dass jeder Glaubende zur „heiligen Priesterschaft“ gehört und fähig ist, eigenständig und ohne eine Vermittlerperson gegenüber Gott seinen Glauben zu leben und auszuüben. Davon zeugt auch der Begriff „Gemeinschaft der Heiligen“ in unserem Glaubensbekenntnis, den Martin Luther so gedeutet hat, dass hier alle Glaubenden gemeint sind.

Die Kirchenleitung der Evangelischen Landeskirche in Baden rät uns derzeit davon ab, medial vermittelte Abendmahlsfeiern ohne Gemeinde anzubieten. Es soll nicht eine Exklusiv-Gemeinschaft vermitteltet werden, aus der sich Andere ausgeschlossen fühlen könnten. Der Protestantismus kennt die Erfahrung, dass sich nach langen Wochen ohne Abendmahl eine neue Freude am gemeinsamen Mahl einstellt. Wo aber ein Gemeindeglied in diesen Wochen isoliert ist, sich nur im Radio, Fernsehen oder Internet der Gemeinschaft der Heiligen verbunden fühlt und während einer (medial inszenierten) Austeilung ein vorbereitetes Stück Brot isst und einen Schluck Wein trinkt, vertrauen wir darauf, dass es diesen Menschen auch in seinem Glauben stärkt.

Stattdessen wird deshalb eingeladen, selbst ein Abendmahl zu Hause zu feiern. Minimale konstitutive Bestandteile sind dazu die Abendmahlseinsetzungsworte und das Vaterunser. Wo dies in kleinem Rahmen gefeiert wird, ist nach unserem Verständnis ein gültiges Abendmahl angelegt.

Wir stellen deshalb auf unserer Gemeindehomepage ein Ablaufdokument für ein Hausabendmahl in derzeitigen Krisenzeiten ein. Dort finden Sie liturgische Texte, Lieder und Bibelstellen für eine Feier des Abendmahls.

Sollten Sie keinen Zugang zum Internet haben und dennoch eine Anleitung zum Feiern wünschen, melden Sie sich bitte mit Adresse im Pfarramt, wir werfen ihnen das dann ein.

- Gottesdienstangebote in den Medien:

Wir merken in diesen Zeiten, dass das gottesdienstliche Geschehen mit all seinen Interaktionen nur schwer zu ersetzen ist. Wir können es schlicht nicht leisten, Ihnen da einen vollwertigen Ersatz anzubieten. Mittlerweile gibt es neben den öffentlich-rechtlichen Gottesdienst Angeboten auch im Internet viele verschiedene Gottesdienste zum Mitfeiern. Auch die Evangelische Landeskirche in Baden bietet über www.ekiba.de Live – Gottesdienste an. Entscheiden Sie, was Ihnen zusagt, wo sie sich geborgen und angesprochen fühlen.

- Video Impulse zu Ostern

Schon zum Palmsonntag haben Heidi und Gundolf Belz uns einen Video – Impuls von zu Hause aus gestaltet. Herzlichen Dank dafür. Der Impuls ist auf unserer Gemeinde - Internetseite unter Gallerie – Video zu finden.

Zu Ostern gibt es einen Video – Impuls mit Pfarrer Oliver Schüle, sowie Heidi und Gundolf Belz aus unserer Kirche in Sulzbach. Sie finden ihn ebenfalls auf unserer Gemeinde Internetseite.

- Grußbotschaft unseres Kirchengemeinderats

Als Kirchengemeinderat haben wir im Moment immer wieder viel zu bedenken, beachten und beraten. Trotz allen Kontaktbarrieren fühlen wir uns unseren Gemeindegliedern nach wie vor verbunden. Zeichen dieser Verbundenheit soll der Bild– und Text Ostergruß unseres Kirchengemeinderates sein. Er findet sich ebenfalls auf unserer Gemeinde Internetseite.

Sie sehen darauf von oben links nach rechts unten nach dem Alphabet geordnet: Brigitte Baschin, Gundolf Belz, Birgit Bender-Söhner, Wendelin Bischoff, Eckard Bopp, Annemarie Hitzfeld, Nicole Knapp, Gudrun Ritz, Pfr. Oliver Schüle und Rüdiger Zappe.

- Besondere Aktion unserer Familiengottesdienst- und Jungscharteams

Wir freuen uns über die Aktion unserer Familiengottesdienst und Jungscharteams, dass unsere Kinder und Jugendliche Steine der Hoffnung an unseren Kirchen auslegen. Den Aufruf dazu finden Sie auch auf unserer Gemeinde Internetseite.

 

- Geistlicher Impuls:

 
Tagesspruch zu Ostern:
Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1,18)

 Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

 
"Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich." (1. Kor. 15,42) Monatsspruch April 2020

Frühling. Endlich. Die Welt streckt sich zum Leben. Köpfe richten sich auf, suchen das Blau in Himmel und Weite. Die Tage werden länger. Die Halme auch. Um dich herum fängt es an zu blühen und zu wachsen. Überall rumoren Frühlingsgefühle. Wunderbar.

Die Welt streckt sich zum Leben. Obwohl wir mit Krankheit und Pandemie gerade anderes um uns herum wahrnehmen müssen.

Wie geht das zusammen: Leben und Tod? Die uralte Frage. Wer trauert, wundert sich, warum die Welt sich einfach weiterdreht und so tut, als wäre nichts gewesen. Warum nicht alles stillsteht und mitstirbt. Fragt nach dem Sinn des Weitermachens, des ständigen Blühens und Vergehens ringsumher; fragt nach dem Woher und dem Wohin. Was hat es zu bedeuten, dass wir ein paar Jahre Lebenszeit haben und uns finden? Was hat es zu bedeuten, dass wir uns dann wieder verlieren? Wie geht das zusammen: Leben und Tod?

Die Natur, unsere christliche Religion sagen uns, dass etwas weitergeht. Ostern bringt mitten im Frühjahr die Botschaft der Auferstehung. Im Hier und Jetzt. Und im Danach. Und Martin Luther, der eben noch den alten Choral übersetzte, sagt nun: Ei, mitten in dem Tod will ich das Leben finden. – Und er bringt da etwas zusammen, was der Mensch ganz gerne trennen möchte: Hier das Leben. Dort der Tod.

Für den Tod gibt es besondere, abgeschirmte Bereiche. Der Rest ist das Leben. Sagt der Mensch und schirmt ab. Die Abschirmung des Todes ist bekannt: Einzelzimmer, Pflegeheim, Quarantäne, Krematorium, Friedhof, Himmel. Der Rest ist das Leben. Sagt der Mensch, und stirbt tausend kleine Tode, weil sich das Leben dummerweise nicht genauso abschirmen lässt wie der Tod. Leben kennt keine vollkommen abgeschirmten Bereiche, ist überall und nirgends, oben und unten, drunter und drüber; ist Rennen und Schlafen, das Größer-Werden und das Wieder-kleiner-Werden, das Bauen und Abbauen, das Lieben und Ent-Lieben, Vertrauen und Enttäuschung, das Finden und Verlieren. Und umgekehrt.

Unsere Bibel, unser Glaube nimmt uns da an der Hand, führt uns spazieren durch dieses Leben. Zeigt uns die Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hört nur nicht mit Winter auf wie wir kalendergeübten Menschen, fügt immer noch hinzu: Frühling. Lässt so den Tod im Leben und das Leben in den Tod. Bringt zusammen, was offenbar zusammengehört. Liest uns aus dem Leben vor, aber eben nicht von vorne nach hinten, sondern am liebsten von oben nach unten und von unten nach oben. Und endet immer im Frühling. Woher du auch kommst, es wird weitergehen. Du wirst sitzen am Tisch des Reiches Gottes. Tod und Leben gehören zusammen wie Winter und Frühling, wie Christus und die Auferstehung, wie dein Leben hier und die Geborgenheit bei Gott. Du liest dein Leben von vorne nach hinten, lies heute einmal von oben nach unten und von unten nach oben, so bist du im Leben und im Tod vom Leben umfangen. Von vorne nach hinten ist verwesliches Säen, von oben nach unten und unten nach oben ist unverwesliches Auferstehen.

Oder wie in einem leicht abgewandelten Gedicht, das 2018 in den Netzwerken kursierte:

Leben heißt auferstehen

Nein, die Wahrheit ist

Dass das Leben nur Arbeit und Mühe und vergänglich ist.

Ich glaube nicht

Dass ich in diesem Leben zur Ruhe kommen kann

Dass ich den Weg nach innen finde

Dass ich mich ausrichten kann, auf das, was kommt

Es ist doch so

Dass die Zeit rast

Ich weigere mich zu glauben

Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint

Dass ich mit anderen Augen sehen kann

Es ist doch ganz klar

Dass das Leben endet

Ich kann unmöglich glauben

Nichts wird sich verändern

Es wäre gelogen, würde ich sagen

Christus ist auferstanden!

Und nun lies den Text von unten nach oben!

(Text nach: Iris Macke; aus: Der andere Advent; 2018)


 
Bitte bleibt weiterhin gesund und bleibt weiter behütet unter Gottes Segen!
Diese Regelungen sind auf dem Stand vom Dienstag, den 07. April 2020, es können noch weitere Veränderungen erfolgen!


Frohe und gesegnete Ostern euch allen Namens der Kirchengemeinderats


 
Pfarrer Oliver Schüle

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