Evangelische Kirchengemeinde Billigheim - Sulzbach

Corona Virus Aktuelle Lage 28.4.2020

Aktuelle Lage in unserer Kirchengemeinde wegen Ausbreitung des Corona Virus!


Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

Anfang dieser Woche haben auch uns die Diskussionen um Lockerungen der aktuellen Auflagen erreicht.

Frage der Gottesdienste

Auf Ebene der Kirchenleitungen der großen Landeskirchen wurden die Lage und mögliche Änderungen diskutiert. Unser Landesbischof hat eine weitere Pause der Gottesdienste bis Pfingsten angeregt, um dann nach Blick auf die Epidemiezahlen noch einmal neu zu schauen. Einige der anderen Religionsgemeinschaften und die Landesregierung haben aber eine schnellere Lösung abgestrebt. Wohl auch, weil man im föderalen Miteinander nicht der Letzte sein will, der Lockerungen verkünden kann.

Ab 10. Mai 2020 (Sonntag Kantate) können nun Gottesdienste in unserem Land wieder möglich sein. Das Anbieten ist jedoch mit einem umfassenden Schutzkonzept verbunden. Damit der Mindestabstand von zwei Metern generell eingehalten werden kann, wird die Zahl der maximal zugelassenen Gottesdienstbesucher in unseren Kirchen bei etwa 25 bis 30 Personen liegen. (Generell gilt jetzt eine Maximalzahl von 70 Personen innerhalb Kirchen, abhängig von der Größe der Kirche und 50 Personen im Freien). Die Gottesdienste dürfen nur 30 Minuten dauern, es darf nicht gemeinsam gesungen werden und das Vaterunser nur leise mitgesprochen werden. Ob hier eine Maskenpflicht besteht, muss noch entschieden werden. Es werden Ordnerkräfte benötigt, die Hilfestellung bei der Umsetzung der Regelungen geben können.

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses des Billigheimer Boten befindet sich unser Kirchengemeinderat noch in einem Abstimmungs- und Überlegungsprozess. Wir werden im nächsten Billigheimer Boten mitteilen, ob wir ein Anbieten von Gottesdiensten organisatorisch und von der Verantwortung gegenüber Risiken her anbieten können.

Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Regelungen bis Weihnachten dieses Jahres gelten werden.

Damit sind wir je nach Entscheidung gezwungen, ohnehin den kompletten Gottesdienstplan zu überarbeiten und anzupassen.

 Für Taufen und Trauungen gelten ebenfalls die obigen Vorschriften. Die Betroffenen werden in den nächsten Tagen vom Pfarrer informiert, unabhängig von der Entscheidung des Kirchengemeinderats.

Aktuelles:

Die Beerdigungen werden weiter durchgeführt, nach den im Moment gültigen aktuellen Regelungen der Landesregierung und der Gemeinde nur am Grab und nach teilweisen Personenzahlbeschränkungen.

Bei den Verwandten, zum Verstorbenen in gerader Abstammungs-Linie stehenden Personen, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander lebende Personen sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen und Partnern, gibt es keine Personenbegrenzung mehr.

Der Geistliche ist auf den teilnehmenden Personenkreis nicht anzurechnen. Bestatter und weitere Helfer sind ebenso nicht anzurechnen, wenn sie mit der Trauergemeinde nicht in Kontakt stehen. Die Zahl anderer Personen (Geschwister!) ist in jedem Fall auf fünf begrenzt.

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass nach wie vor Erdbestattungen stattfinden können. Auch bei infizierten verstorbenen Personen, hier gelten dann bestimmte Sicherheitsvorschriften.

Mittlerweile vermitteln die Bestatter aus Risikominimierungsgründen keine Sargträger mehr, so dass sich die Familien selber um Personen kümmern müssen, die die Versenkung des Sarges vornehmen, wenn die Versenkung im Rahmen der Feier stattfinden soll.

Besuche unseres Pfarrers sind wegen des Verbreitungsrisikos und den vorhandenen Risikozielgruppen weiterhin auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Die Jubilare werden entweder angerufen oder bekommen eine Grußkarte mit einem entsprechenden Hinweis über die momentanen Kontaktmöglichkeiten.

Unser Pfarrer versucht, mindestens mit den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern in telefonischem Kontakt zu bleiben. Bitte rufen Sie an, wenn Sie Gesprächsbedarf haben!
 
Bis auf Weiteres läuten die Glocken jeweils um 10.00 Uhr für zehn Minuten an unseren Kirchen und laden zum Gebet ein. Die Seelsorgeeinheit Billigheim-Neudenau-Schefflenz hat sich dem angeschlossen.

Unser Pfarrer ist nach wie vor telefonisch oder per Mail erreichbar, das Pfarramt muss jedoch wegen dem potenziellen Ansteckungsrisiko für den öffentlichen Zugangsverkehr geschlossen bleiben.

- Bis auf Weiteres werden wir keinen Gemeindebrief produzieren, da auch die Verteilung über unsere angestammten Austräger mit Risiken behaftet ist. Sobald sich die Gottesdienstlage in möglicher und praktikabler Weise geklärt hat, werden wir einen Gemeindebrief erstellen und euch zukommen lassen. Bitte nutzt so lange den Billigheimer Boten als Medium für aktuelle Nachrichten oder unsere Internetseite.

Besondere Aktionen:

- Gottesdienstangebote in den Medien:

Wir merken in diesen Zeiten, dass das gottesdienstliche Geschehen mit all seinen Interaktionen nur schwer zu ersetzen ist. Wir können es schlicht nicht leisten, Ihnen da einen vollwertigen Ersatz anzubieten. Mittlerweile gibt es neben den öffentlich-rechtlichen Gottesdienst Angeboten auch im Internet viele verschiedene Gottesdienste zum Mitfeiern. Auch die Evangelische Landeskirche in Baden bietet über www.ekiba.de Live – Gottesdienste an. Entscheiden Sie weiterhin, was Ihnen zusagt, wo sie sich geborgen und angesprochen fühlen.

- Besondere Aktionen unserer Familiengottesdienst- und Jungscharteams

- „An andere Denken“

Unser Familiengottesdienst- und Jungscharteam Sulzbach hat ein neues Erzähl- und Mitmachvideo für Kinder und Jugendliche in unserer Kirche produziert. Nach der wundersamen Verwandlung der Raupe in der letzten Woche aus Billigheim geht es diese Woche um die Sintflutgeschichte aus Genesis 6. Der Regenbogen als ein Hoffnungszeichen, den wir auch schon bei der Bastelaktion für die Altenheimbewohner aufgenommen haben, soll uns dieses Mal Kraft und Hoffnung für andere Zeiten geben. Irgendwann.

Das Video ist wie immer unter dem Menüpunkt Video zu finden.

Rezepte und Anleitungen finden sich hier auch als Download. Ihr könnte Regenbogencookies oder Regenbogencupcakes backen oder Gruß - Postkarten schreiben.

Herzlichen Dank an alle aus den Teams, die sich Ortsübergreifend Gedanken machen und solch tolle Aktionen gestalten!

- Geistlicher Impuls:

 
Wochenspruch zum Sonntag Jubilate („Jubelt Gott“): Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5,17)

Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

 
im Moment gibt es viel Neues bei uns. Fast jede Woche neue Veränderungen, neue Regelungen. Wenn ich auf die Dauer schaue, die sich momentan für die Veränderungen abzeichnen, dann merke ich: Ich muss einen langen Atem haben und viel Geduld, denn es wird so schnell nicht wieder alles zum Alten werden.

Welchen Anspruch erhebe ich an das Qualitätsmerkmal „neu“? Muss es etwas sein, das ich noch nicht kenne? Oder kann „neu“ auch etwas Altbekanntes sein, wenn auch in veränderter Form? Im Moment wird uns allen sehr viel Geduld abverlangt um ganz Neues oder Altes in neuem Gewand zu akzeptieren und uns darauf einzulassen.

Wenn wir Menschen durch die untrennbare Verbindung mit Christus zu neuen Kreaturen werden, dann bleiben wir trotzdem Geschöpfe aus Fleisch und Blut. Das merke ich in diesen Tagen ganz deutlich: Einschränkungen in der Freiheit der Entfaltung tun weh und es ist schwer, manches zu akzeptieren und anzunehmen.

Was macht aber die Wirkung von Ostern mit mir? Ist die in all dieser Gemengelage noch da oder in mir zu spüren?

Wir hören unser Herz schlagen. Fühlen Trauer oder Freude. Essen, trinken, schlafen auch sterben. Krankheit im Moment ein ganz besonderes Thema.

Was ist anders, was ist neu? Vielleicht, dass manches geht, von dem ich vorher nie gedacht hätte, dass ich da einmal über meinen Schatten springen könnte. Glaube leben und vielleicht wieder neu wagen - auf ganz neuen Wegen. Und das abseits des Gewohnten, was für viele von uns aus gutem Grund lieb und wichtig geworden ist. Vielleicht auch mal zu sagen: Ich habe einen Fehler gemacht und das tut mir leid. Ja, das kostet Überwindung. Aber ich kann es mir leisten. Weil ich zu Christus gehöre. Weil ich mit Liebe beschenkt bin. Liebe, die sich nicht verbraucht, sondern beständig aufgefüllt wird.

Die neue Voraussetzung seit Ostern ist, dass Christus ein Teil von mir ist und ich von ihm sein darf. Nein, das macht mich nicht zum Neuling in dieser Welt. Ich weiß, wie manches läuft. Aber ich muss nicht immer nur Haken schlagen, um anzukommen. Mein Leben gelangt näher ans Ziel, weil etwas Neues aus mir geworden ist. Für mich und meine Mitmenschen zum Segen.

Im Wochenspruch für diese Woche verdichtet Paulus das Evangelium auf eine denkbar kurze Form. Wenn ich auf meiner Lebensreise Jesus Christus begegne, dann verändert sich etwas. In der Begegnung mit der befreienden Botschaft, dass Christus für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist, ändert sich mein ganzes Dasein in dieser Welt. Nichts ist mehr wie früher, denn ich bin auch nicht mehr wie früher.

Jeden Tag neu beginnen im Lichte dieser guten Nachricht. Das heißt auch, dass in Christus alle Unterschiede aufgehoben sind. Reiche und Arme, Gesunde und Kranke, Neugeborene und Sterbende, Glückliche und Trauernde, alle sind in gleicher Weise neu geworden in der Begegnung mit dem Auferstandenen. Das geschieht so, dass allen in ihren jeweiligen Lebenszusammenhängen das tiefe Vertrauen geschenkt wird, dass Ballast abfällt und Bereitschaft zu neuen Wegen sich Raum schafft.

Darum heißt es: Jubilate, freue dich!

Bitte bleibt weiterhin gesund und bleibt weiter behütet unter Gottes Segen!
Diese Regelungen sind auf dem Stand vom Dienstag, den 28. April 2020, es können noch weitere Veränderungen erfolgen!

Herzliche Grüße auch Namens des Kirchengemeinderats

 
Pfarrer Oliver Schüle

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